Gesundheits-Info Februar 2008

Heilkraft der Wurzeln

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Dass die Wurzeln von Ingwer, Ginseng, Teufelskralle oder Maca eine große Heilkraft besitzen, wissen und nutzen die Asiaten, Südamerikaner und Afrikaner schon seit Jahrtausenden. In den letzten Jahren gewinnen diese 'geheimnisvollen' Naturheilmittel auch bei uns immer größere Bedeutung.

Die Naturmedizin boomt in den letzten Jahren. Begonnen hat es mit der Kräuterheilkunde. Jeder kennt den Spruch: 'Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen!' Seit kurzer Zeit aber entdeckt die Medizin die Wurzeln: gegen Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfung, gegen Ängste und frühzeitiges Altern, gegen rheumatische Beschwerden und gegen Potenzprobleme. Geheimnisvolle Wurzeln sollen uns helfen, die Probleme rasch wieder in den Griff zu kriegen.

Die Teufelskralle
Hilfe in der Rheuma-Therapie

Bei feuchtem, kühlem Aprilwetter steigt die Zahl derer, die an einer Arthrose leiden. Das ist eine rheumatische Gelenkserkrankung, die mit einem schleichenden Gelenksverschleiß einhergeht. In den meisten Fällen plagt die Arthrose all jene, die viele Jahre schwere körperliche Arbeit leisten mussten oder ihren Körper fehlbelastet haben. Das Leiden kann sehr schmerzhaft sein.

Wenn jemand mit rheumatischen Gelenksschmerzen zum Arzt kommt, wird er in vielen Fällen mit klassischen, hochwirksamen Antirheumatika behandelt. Sie lindern die Schmerzen, hemmen die Entzündungen. Doch sie haben sehr oft schwerwiegende Nebenwirkungen. Magen, Darm, Leber, Nervensystem, Knochenmark und Atemwege werden angegriffen. Aus diesem Grund bemühen sich erfahrene Ärzte, diese synthetischen Mittel nur in schweren Fällen und zeitlich begrenzt einzusetzen.

Auf der Suche nach einem natürlichen Mittel gegen die rheumatische Erkrankung der Arthrose haben Wissenschaftler eine uralte Naturarznei wiederentdeckt, die Teufelskralle. Sie stammt aus den Savannen der Kalahari in Südafrika und in Namibia. Von hier aus wird sie ausschließlich aus wildwachsenden Beständen in alle Welt exportiert.

Bei der Teufelskralle handelt es sich um ein bis zu 2 Meter langes Bodengewächs mit trichterförmigen, rot-violetten Blüten. Die Fruchtkapseln haben krallenartige Widerhaken, die sich leicht im Fell von Wildtieren anheften.

Für die Medizin werden die sekundären Speicherwurzeln unter der Erde verwendet. Das sind knollenartige Auswüchse der Seitenwurzeln. Sie werden ausgegraben, in Scheiben geschnitten, zerkleinert und getrocknet. Die Teufelskrallen-Wurzel ist reich an Bitterstoffen und enthält außerdem heilende Pflanzenfarbstoffe, Sterole, Harpagid, Harpagosid, Procumbid und Iridoid-Glykosid.

In der Volksmedizin Südafrikas hat man die Teufelskralle für verschiedene Leiden eingesetzt, darunter auch gegen Verdauungsstörungen, Fieber und Allgemein-Schmerzen. Erst in den fünfziger Jahren haben Wissenschaftler die Wirkung der Wurzel gegen rheumatische Beschwerden entdeckt. Ganz besonders bewährt hat sich die Natursubstanz in jüngster Zeit bei Gelenkschmerzen. Eine Reihe von Studien hat bewiesen: Die Teufelskralle wirkt antirheumatisch.

Sie fördert die Harnsäure-Ausscheidung. Sie entschlackt und entgiftet den Körper. Sie wirkt entzündungshemmend und bekämpft den Rheumaschmerz. Sie reguliert den Stoffwechsel und verbessert Leber- und Blutfettwerte. Sie reinigt die Lymphdrüsen und Lymphbahnen. Die Gelenke werden wieder beweglicher.

Patienten mit Magen- und Darmgeschwüren sowie mit Gallensteinproblemen dürfen die Teufelskralle nicht anwenden.

Ginseng
Die tägliche Energie gegen Frühjahrsmüdigkeit

Wer in unserer heutigen Zeit mitten im Leben steht, Familie hat und im Berufsleben Erfolg haben möchte, der braucht in erster Linie jeden Tag aufs Neue geistige und körperliche Energie. Die traditionelle asiatische Medizin kann ihm da eine wertvolle Hilfe sein. Die Ginseng-Wurzel, eine der ältesten Heilpflanzen der Welt, hat sich als ideale Energiequelle erwiesen. Dazu kommt noch, dass sich die asiatische Naturmedizin seit einiger Zeit bei uns großer Beliebtheit erfreut.

Die Ginseng-Wurzel war bereits 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im Osten eine anerkannte Heilpflanze. Sie wurde damals mit Gold aufgewogen und war nur Herrschern vorbehalten. In Europa entdeckte man die heilsame Wirkung von Ginseng im 17. Jahrhundert. Aber erst um Jahr 1920 begann man, die Wirkung zu untersuchen. In alter Zeit hat man die Wurzel an Waldesrändern gesucht und geerntet. Heute gibt es fast nur kultivierten Ginseng.

Ginseng ist nicht gleich Ginseng. Das hochwertigste Naturprodukt kommt aus Korea: nämlich Panax Ginseng C. A. Meyer. Es gibt roten und weißen Ginseng, beide Arten stammen aus derselben Pflanze, sie werden bloß unterschiedlich verarbeitet. Weißer Ginseng wird mit Schwefeldioxyd gebleicht und dann getrocknet. Roter Ginseng wird mit heißem Wasserdampf behandelt. Dadurch behält die Wurzel ihre Farbe. Chemisch und pharmakologisch gibt es keinen Unterschied. In jedem Fall kommt amerikanischer Ginseng an die Wirkungsweise des Korea-Ginseng nicht heran. Die Hauptwirkstoffe in der Ginseng-Wurzel sind die Ginsenoside. Man kennt heute 29 verschiedene Ginsenoside.

Es dürfen nur Wurzeln von Pflanzen verwendet werden, die 5 bis 6 Jahre alt sind. Da sind die Wirkstoffe am intensivsten. Die Wurzeln werden gereinigt, getrocknet. Nur Wurzeln, die keine Bakterien, Pilze oder Umweltschadstoffe enthalten werden zerkleinert und verarbeitet. Es gibt Ginseng-Extrakt in 2 Formen in der Apotheke: als Tabletten und als Tonikum.

Ginseng steigert die Konzentration und auch die Reaktionsfähigkeit im täglichen Leben wird verbessert. Man wird leistungsfähiger und bekommt die gefürchtete Frühjahrsmüdigkeit besser in den Griff. Erschöpfungszustände werden rasch beseitigt, man kann ihnen aber auch von vornherein vorbeugen. Ginseng macht stressfest und baut die Immunkraft auf. Außerdem steht Ginseng in dem Ruf, potenzfördernd zu sein.

Wer frühjahrsmüde ist, erschöpft und aus der Ginseng-Wurzel Energie holen will, sollte eine Kur von 6 bis 8 Wochen damit durchführen. Die erste Wirkung zeigt sich erst nach 7 Tagen und wird danach immer deutlicher spürbar.

Maca-Wurzel
Liebeskraft aus der Natur

Ein eher unscheinbares Kraut aus Südamerika macht seit einigen Monaten von sich reden: die Maca-Pflanze. Ihre Wurzeln verfügen über enorme Energie. Maca vermittelt starke natürliche Liebeskraft aus der Natur für Mann und Frau.

Die Maca-Pflanze ist eine entfernte Verwandte unserer Kresse. Sie wird etwa 20 Zentimeter hoch und hat viele Knollen-Wurzeln. Die botanische Bezeichnung lautet Lepidium Meynenii Walp. Sie wird seit 700 vor Christi Geburt in den südamerikanischen Anden angebaut: und zwar in bestimmten Zonen von Zentral-Peru in etwa 3.500 bis 4.500 Metern über dem Meeresspiegel.

Der grüne Teil der Pflanze wird von den Bewohnern der Region als Gemüse in der Küche verarbeitet, die Sekundär-Wurzel nur zum Teil. Sie wird als Stärkungsmittel für den ganzen Organismus und für Rituale verwendet, die im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit und Männlichkeit stehen. Sie wird bei der bäuerlichen Bevölkerung auch bei Hochzeits-Zeremonien eingesetzt. Maca ist ein Stück Kulturgut der Anden.

Die Wurzeln wachsen unter schwierigen Klimabedingungen. Im Zentralgebirge rund um Junin und Cerro de Pasco herrschen Temperaturen zwischen 4 bis 7 Grad Celsius. Es gibt starken Wind, eine hohe Sonneneinstrahlung und sehr sauren Boden.

Die Maca-Wurzel enthält wertvolle Proteine, viel Eisen, Zink, Magnesium und Kalzium, aber auch nahezu alle Vitamine. Dazu kommen insgesamt rund 300 Substanzen - Geruchstoffe, Farbstoffe und ätherische Öle - die zum Teil noch gar nicht analysiert wurden. Die enorme Wirkung auf die Liebeskraft des Menschen dürfte auf die spezielle Zusammensetzung dieser Stoffe zurückzuführen sein.

Im 16. und 17. Jahrhundert haben die Spanier den Maca-Anbau gefördert, haben die Maca-Wurzel als 'Zaubermittel für die Liebe' in ihre Heimat transportiert.

Heute noch werden die Maca-Wurzeln nach der Ernte frisch und nicht getrocknet in Huatias, in Öfen mit glühenden Erdklumpen, und in Pachamanoas, das sind unterirdische Öfen mit glühenden Steinen, gekocht und dann verzehrt.

Die Wurzeln werden aber auch getrocknet, können mehrere Jahre aufbewahrt werden. Sie müssen dann vor dem Verzehr wieder gekocht werden. Dabei entsteht eine weiße Masse, die man dann zur Zubereitung von Liebes-Cocktails, Marmelade und Maisbrei verwendet. Man kann die Maca-Wurzel aber auch zu Mehl verreiben und ersetzt damit Weizenmehl in der Küche.

Eine Reihe von Studien und Beobachtungen mit Maca-Extrakt in Kapseln im Jahr 1998 in Lima haben ergeben: Die regelmäßige Einnahme hilft Stress und Stressfolgen abbauen. Man kann damit chronische Müdigkeit erfolgreich bekämpfen und fehlende Energien im Organismus aufbauen. Man wird leistungsfähiger. Sexuelle Lustlosigkeit kann binnen kurzer Zeit abgebaut werden, und Frauen, die sich schon lange ein Kind wünschen, haben plötzlich Erfolg. Menschen mit ständig schlechter Laune, die von traurigen Gedanken verfolgt werden, fühlen sich wieder besser.

Wer morgens und abends jeweils 1 bis 2 Kapseln mit dem Extrakt aus der Maca-Wurzel (Apotheke, Reformhaus) nimmt, baut seine sexuelle Kraft langsam, aber, im Vergleich zu anderen chemischen Potenzmitteln, beständig auf. Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Yams-Wurzel
bremst das Alter, hält uns jung

Wir alle wollen in unserem Leben möglichst lange jung, fit und vital bleiben. Daher ist der Mensch seit jeher auf der Suche nach einem Jungbrunnen. Die Wissenschaft hat sehr bald erkannt: Zu einem entscheidenden Teil sind Hormone für unsere Jugend, für die Sexualität, für ein gutes Gedächtnis und für eine positive Stimmung verantwortlich.

Und da gibt es einen Hormonstoff, der von amerikanischen Wissenschaftlern als 'Schlüssel zur lange währenden Jugend' bezeichnet wird: Es ist das DHEA, die Abkürzung für Dehydro-Epian-Drosteron. DHEA bremst den Alterungs-Prozess und hilft uns, lange jung zu bleiben. DHEA kommt in natürlicher Form in unserem Körper vor. Die Substanz wird in der Nebenniere gebildet. Sie ist unter anderem die Vorstufe für unsere Geschlechtshormone. Ohne DHEA gibt es praktisch keinen Sex.

Das DHEA kann aber noch viel mehr: Jüngste Studien lassen darauf schließen, dass es mithilft, Herz- und Kreislauferkrankungen, einem zu hohen Cholesterinspiegel, Diabetes, Osteoporose, Übergewicht und Gedächtnis-Schwäche vorzubeugen. Durch unser modernes Leben, durch Stress, Bewegungsmangel und falsche Ernährung wird die Produktion des körpereigenen DHEA massiv gebremst. Das ist auch die Erklärung dafür, dass wir mit zunehmendem Alter immer weniger DHEA in uns herstellen.

Viele Menschen wollen es sich sehr einfach machen. Sie besorgen sich auf Umwegen aus dem Ausland synthetisch hergestelltes DHEA und denken, dass sie damit die ewige Jugend schlucken. Davor warnen Ärzte mit Recht. Die unkontrollierte Zufuhr von so einem künstlichen Hormon kann böse Nebenwirkungen haben. Man kann derzeit noch gar nicht abschätzen, welche Folgen das in einigen Jahren für den menschlichen Organismus haben könnte. Darum wird synthetisches DHEA in Deutschland und Österreich in Apotheken nicht abgegeben.

Es gibt aber einen viel besseren Weg, das 'Jungmacher-Hormon' zu nützen. Man kann Einiges tun, um den eigenen DHEA-Spiegel auf natürliche Weise zu erhöhen und damit den Körper zum Jung- und Vital-Bleiben anregen, wobei auch die Liebeskraft bei Mann und Frau gestärkt wird. Das alles aktiviert die körpereigene Produktion von DHEA: körperliche Bewegung, Nikotin - auch Passivrauchen - meiden, Alkohol nur in kleinen Mengen, Stress aus dem Weg gehen, genügend Schlaf, meditieren, oft entspannen, schlank bleiben und Übergewicht abbauen, den Körperfett-Anteil niedrig halten, viel Obst und Gemüse essen, viel Ballaststoffe, wenig Fett, wenig Zucker, wenig Weißmehl.

Die wohl interessanteste Maßnahme: Nützen Sie die Kraft der Yams-Wurzel. Das ist die Wurzel einer Pflanze, die in Nordamerika und in Mexiko wächst. Sie enthält einen Stoff mit den Namen Diosgenin. Er ist in seiner Struktur dem Progesteron sehr ähnlich. Und er ist der Roh- und Grundstoff, den der Körper braucht, um sein körpereigenes DHEA verstärkt herzustellen. Das ist der sinnvolle Weg: Der Organismus bekommt eine Natursubstanz und produziert damit seine lebensnotwendigen Hormone selbst. Das bedeutet: Es gibt kein Risiko, keine Nebenwirkungen.

Den natürlichen Extrakt aus der Yams-Wurzel gibt es in Kapseln (Apotheke, Reformhaus). Es heißt: Man braucht täglich nur 1 Kapsel zu nehmen, um die körpereigene Produktion des DHEA anzukurbeln.

Ingwer
Burn-out-Syndrom

Stress im Beruf. Stress im Privatleben. Viele von uns fühlen sich ausgebrannt, erschöpft und kraftlos. Da hilft ein Gewürz aus der asiatischen Küche, das sich auch bei uns immer mehr durchsetzt: die Ingwer-Wurzel.

Und das sind die Rezepte, die dem Körper und dem Geist schnell neue Energie zuführen:

Man schält eine Ingwer-Wurzel, schneidet davon 3 bis 4 dünne Scheiben ab und schneidet diese dann in kleine Streifen oder Würfel. 1 Teelöffel davon kommt in einen kleinen Topf, wird mit 1 Tasse heißem Wasser übergossen und muss 3 Minuten kochen. Danach ein wenig ziehen lassen. Durchseihen. In kleinen Schlucken trinken.

Ein besonders schnelles Energie-Getränk: Man legt 3 bis 4 dünne Ingwer-Scheiben in eine Teetasse, übergießt mit kochendem Wasser, lässt das Ganze zugedeckt 5 Minuten ziehen, durchseihen und in kleinen Schlucken langsam trinken.

Man kann auch rasch neue Kräfte tanken, wenn man ein Stück einer geschälten Ingwer-Wurzel in etwas frisch gepressten Zitronensaft taucht und dann einfach kaut.

Ingwer ist wertvoll für unsere Gesundheit:

Die Wurzel der Ingwer-Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wird und herrlich gelb-rote Blüten trägt, enthält viel Vitamin C. Sie verfügt über 22 ätherische Öle: Sie wirken antibakteriell, blutdrucksenkend, beruhigend, harntreibend, antiviral, entzündungshemmend, antirheumatisch und schleimlösend.

Die Ingwer-Wurzel enthält aber auch pflanzliche Hormonstoffe, die unsere Zellen jung erhalten. Diese Phyto-Hormone kurbeln die Produktion unserer körpereigenen Hormone an, die uns vor frühzeitigem Altern schützen. Ingwer ist daher ein Jungmacher für alle Menschen über 40.

Ingwer kann auch speziell in der Übergangszeit vom Winter zum Frühling wichtig für uns sein: Er liefert uns von innen her Wärme. Er schützt uns vor einem Darmkatarrh und kann Blähungen vorbeugen und bekämpfen. Hier ein Rezept gegen den stressbedingten nervösen Magen: Man schält eine Ingwer-Wurzel und schneidet ganz kleine Stücke davon ab. 1 gehäufter Teelöffel davon wird mit 1 Messerspitze Zimtpulver gemischt und mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Durchseihen. Warm trinken.

Pestwurz
hilft bei Migräne- Anfällen

Millionen Menschen leiden an Migräne. Der klassische Migräne-Anfall läuft in 3 Phasen ab: zuerst Augenflimmern, Schwindel, Sprachstörungen, dann ein pulsierender, fast immer halbseitiger Kopfschmerz mit Übelkeit, danach ein dumpfer Schmerz. Viele wissen, wann die Anfälle kommen: bei einem extremen Wetterwechsel, bei Ärger, Streit und Stress, bei geistiger Überbelastung. Bisher gab es nur die Möglichkeit, zu warten, bis die Schmerzen da sind und dann ein starkes Schmerzmittel einzusetzen.

Jetzt gibt es für alle, die Naturarzneien bevorzugen, die Möglichkeit, vorbeugend etwas gegen die Migräne zu tun. Mit den Kräften der Petasites-Wurzel, vielen auch unter dem Namen Pestwurz bekannt. Es gibt den Extrakt aus der Wurzel in Kapseln (Apotheke).

Der Extrakt aus der Petasites-Wurzel kann hochwirksam einem Migräneanfall vorbeugen. Migräne-Attacken können damit um 56 Prozent reduziert werden, und das ohne Nebenwirkungen. Im Rahmen einer Therapie zur Vorbeugung eines Migräne-Anfalles nimmt der Migräne-Patient bei den ersten Anzeichen einer Attacke täglich 2 bis 3 Mal jeweils 1 bis 2 Kapseln oder Tropfen vom Extrakt der Petasites-Wurzel.

Im Mittelalter hat man die Petasites-Wurzel gegen die Pest eingesetzt, daher auch der zweite Name Pestwurz. In der Naturmedizin wurden seit jeher hauptsächlich die Wurzeln verwendet. Diese müssen vorsichtig ausgegraben werden und dürfen nur schonend getrocknet werden. Man schneidet sie dafür nach gründlichem Waschen in dünne Scheiben. Die Temperatur darf dabei nicht über 40 Grad Celsius steigen. Sonst gehen die Wirkstoffe kaputt.

Früher setzte man die Petasites-Wurzel gegen Erkrankungen der oberen Atemwege ein: gegen Husten, Heiserkeit und Bronchialasthma. Dabei kam den Kranken die entkrampfende Wirkung der Wurzel zugute.

Dann aber befasste sich der große Schweizer Naturheiler Dr. Alfred Vogel in Teufen im Rahmen seiner naturmedizinischen Forschungen mit der Petasites-Wurzel. Er kam auf die Idee, dass man die entkrampfende Wirkung doch vielleicht auch gegen Migräne einsetzen könnte. Seine ersten Versuche im Kleinen gaben ihm Recht. Er konnte damit seinen Patienten helfen, mit dem Einsatz des Pestwurz-Extraktes Migräne-Anfälle zu verhindern oder entscheidend zu reduzieren.

Neueste Forschungen haben ergeben: Der Pestwurz kann auch sehr erfolgreich gegen die Pollen-Allergie eingesetzt werden. Man hat in der Pestwurz die gleichen Wirkstoffe wie in chemischen Anithistaminika gefunden. Nur, dass die Pestwurz nicht müde macht und auch sonst keine Nebenwirkungen zeigt.

Umckaloabo
eine Wurzel gegen Atemwegs-Erkankungen

Umckaloabo ist eine Pflanze aus Südafrika. Der flüssige Extrakt, der aus der Wurzel der Pflanze hergestellt wird, ist ein 'Infekt-Blocker' aus der Natur, der bereits jahrhundertelang in der afrikanischen Volksmedizin gegen Atemwegs-Erkrankungen eingesetzt wurde.

Neueste wissenschaftliche Studien beweisen: Umckaloabo bewährt sich - anstelle eines Antibiotikums - bestens bei Nasennebenhöhlen-Infekten und Mandelentzündungen. Umckaloabo bietet neue Perspektiven in der Behandlung von Bronchitis und eignet sich ideal zur Therapie von Atemwegs-Infekten bei Kindern.

Der Weg der Umckaloabo-Wurzel von der traditionellen Volksmedizin der Zulu zum modernen Phytobiotikum liest sich spannend wie ein Abenteuerroman: Im Jahr 1897 reiste der Engländer Charles Henry Stevens, der an einer schweren Lungentuberkulose litt, auf Anraten seines Arztes nach Südafrika. Er hoffte, dass ihm das Klima Linderung verschaffen würde. Während seines Aufenthaltes in Lesotho verabreichte ihm der Medizinmann des dort ansässigen Zulu-Stammes 4 Monate lang den abgekochten Wurzelsud einer Pflanze. Dann konnte der Engländer geheilt in seine Heimat zurückreisen.

Tief beeindruckt nahm Charles Henry Stevens diese Wurzeln nach England mit und propagierte und verkaufte das Wurzelpulver als Heilmittel gegen Tuberkulose. Er war der Meinung, die Pflanze dieser Wurzel heißt Umckaloabo, weil er den Namen von dem Zulu-Medizinmann gehört hatte. In Wahrheit aber war das die Bezeichnung für die Krankheit. Umckaloabo heißt in der Zulu-Sprache 'schwerer Husten'. Dennoch ist bis heute der Pflanzen- und Wurzel-Name Umckaloabo geblieben.

In den Zwanzigerjahren fand die Behandlung von Tuberkulose mit der südafrikanischen Wurzel wissenschaftliche Anerkennung, geriet aber bald durch die Entwicklung synthetischer Medikamente in Vergessenheit. Anfang der Siebzigerjahre erinnerte man sich wieder der Wurzel. Forschungen der Universität München ergaben, dass es sich bei Umckaloabo um eine Pelargonienart handelt, die nur in Südafrika vorkommt. Es ist ein Strauch, der bis einem halben Meter hoch wird und lilafarbige Blüten trägt. Der Extrakt wird aus der knolligen Wurzel hergestellt, die nach dreijährigem Wachstum die meisten Wirkstoffe enthält.

Lange Zeit konnte man den Extrakt ausschließlich aus wildwachsenden Wurzeln gewinnen. Erst nach jahrelangen Bemühungen ist es nun möglich, die Umckaloabo-Pflanze kontrolliert in südafrikanischen Plantagen anzubauen, so dass genügend Extrakt zur Verfügung steht.

Die interessanten Wirkstoffe in der Umckaloabo-Wurzel sind Cumarine und Phenole. Sehr hoch ist auch der Gehalt an Kalzium und Kieselerde. In zahlreichen pharmakologischen Untersuchungen hat man die vielfältige Wirksamkeit der südafrikanischen Wurzel nachgewiesen: Der Umckaloabo-Extrakt bekämpft vor allem in den Schleimhäuten Bakterien wie ein Antibiotikum.

Er bekämpft darüber hinaus auch Viren und mobilisiert körpereigene Immunzellen, so dass sie gegen diese Viren extrem aktiv werden. Zusätzlich wirkt er schleimlösend genauso wie synthetische Medikamente und verhindert Rückfälle nach Infektionen in den Atemwegsbereichen und im Bereich von Hals-Nasen-Ohren. Er verhindert die Entstehung chronischer Verläufe. Außerdem kann man den Extrakt vorbeugend bei Gefahr einer Atemwegsinfektion erfolgreich einsetzen.

Jeden Winter leiden Millionen Menschen an Nasennebenhöhlen-Infekten. Das sind meist Virusinfekte, bei denen ein Antibiotikum keine Wirkung zeigt. Die Behandlung mit Umckaloabo hat einen enormen Vorteil. Man kann damit an mehreren Fronten kämpfen: Man kann die Infektion bekämpfen, die Immunkraft stärken, den Schleim lösen, Bakterien und Viren außer Gefecht setzen. Dies gilt auch für die akute Bronchitis.

Bei der Behandlung von Atemwegs-Infekten beim Kind mit seinem besonders sensiblen Organismus ist neben der Wirksamkeit auch die Verträglichkeit enorm wichtig. Speziell bei Kindern sind Atemwegs-Erkrankungen besonders häufig und schwerwiegend. Die Kinder werden sehr oft unnötig mit Antibiotika belastet. Im Rahmen mehrerer klinischer Studien an mehreren tausend Kindern hat sich gezeigt: Umckaloabo wirkt ebenso wie ein starkes synthetisches Präparat und es wird von den Kindern ausgezeichnet vertragen.

Artikel von Gesundheitsexperte Prof. Hademar Bankhofer


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