Gesundheits-Info August 2007

Spitzwegerich (Plantago Lanceolata L.)

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
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Vorkommen

Der Spitzwegerich gehört zu den häufigsten Heilpflanzen unser Flora. Er ist auf trockenen Wiesen, auf Feldern und an Wegrändern zu finden. Er kommt oft in Gesellschaft mit anderen Wegericharten vor, dem Breitblättrigen Wegerich und dem Mittleren Wegerich.

Inhaltsstoffe
Schleim, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und das Glykosid Aucubin sind die Hauptwirkstoffe dieser Droge.

Ernte und Aufbereitung
Man kann die Spitzwegerichblätter den ganzen Sommer hindurch sammeln. Am besten ist es, die frischen Blätter kurz vor der Blütezeit zu ernten. Die Blütezeit ist Mai bis September.

Heilwirkung und Anwendung
Der Spitzwegerich ist ein ausgezeichnetes Hustenmittel. Der Schleimgehalt, die tonisierenden Bitterstoffe und die Kieselsäure machen die Wirkung aus. Es wurden auch antibiotisch wirkende Stoffe im Spitzwegerich gefunden. Man wurde darauf aufmerksam, als man bemerkte, dass Spitzwegerichsaft, im Gegensatz zu anderen Pflanzensäften, wenig oder überhaupt nicht schimmelt. Aus diesem Grund wird der Spitzwegerich bei fiebrigen Lungen- und Bronchialleiden eingesetzt. Aber auch bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Hustensäfte enthalten oft Auszüge aus Spitzwegerich.

Tee
1 bis 2 Teelöffel Spitzwegerichblätter werden mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ausgezogen. Es können 2-3 Tassen pro Tag getrunken werden. Es empfiehlt sich, den Tee mit Honig zu süßen.

Anwendung in der Homöopathie
In der Homöopathie wird der Breitblättrige Wegerich verwendet, das homöopathische Mittel heißt demnach Plantago major. Dieses Mittel wird nicht gegen Husten verwendet, sondern vorwiegend bei Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Neuralgien und bei Bettnässen eingesetzt. Empfohlen werden die Urtinktur und die Verdünnungen bis D3.

Spitzwegerich als Hausmittel
Der Spitzwegerichsaft spielt eine große Rolle bei der Frühjahrskur zur Blutreinigung. Auch zur Behandlung schlecht heilender Wunden gebraucht man den frischen Saft, der mit Kamillen-Tee verdünnt für Umschläge verwendet wird. Außerdem kann man frische, zerdrückte Spitzwegerichblätter bei Insektenstichen, Juckreiz und Schwellungen auflegen, was lindernd wirkt. In der Volksmedizin gebraucht man Spitzwegerich-Tee bei Husten, Heiserkeit, Asthma und allgemeinen Erkältungskrankheiten, aber auch bei Hämorrhoiden, Blasen- und Nierenleiden, bei zu starker Menstruation, Weißfluss und gegen Spulwürmer.

Hinweise

Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten.


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