Gesundheits-Info Juni 2006

Silberkolloid

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Geschichte

Schon unsere Vorfahren haben die heilende Wirkung von Silber erkannt und angewendet. So haben z.B. die Chinesen vor ca. 4000 Jahren Akupunkturnadeln aus Silber hergestellt. Seit ca. 3000 Jahren ist bekannt, dass Wasser länger trinkbar bleibt, wenn es in Silbergefäßen aufbewahrt wird. Bevor es Kühlschränke gab, wurde eine Silbermünze in Milch gelegt, damit diese nicht so schnell sauer wurde.

In der ayurvedischen Medizin wird Silber bereits seit etwa 2000 Jahren angewendet. Zur Infektionsvorbeugung nach Operationen wurde schon sehr früh Silberfolie auf die Wunden gelegt. Die Reihe der frühen Anwendungen von Silber ließe sich noch beliebig fortsetzen, würde aber hier den Rahmen sprengen. Wer mehr darüber wissen möchte, findet am Ende Literaturhinweise.

Silberkolloid wurde im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts noch häufig in der Medizin verwendet, geriet aber dann in Vergessenheit. Es wurde von den Erkenntnissen der modernen Medizin weitgehend verdrängt, da es auch von keinem wirtschaftlichen Nutzen war.

Was ist Silberkolloid?

Bei elektrochemisch hergestelltem Silberkolloid - und nur darum soll es hier gehen - handelt es sich um feinste Silberpartikel, die sich durch elektrolytische Abscheidung freischwebend in reinem destillierten Wasser bewegen. Kolloid ist der Begriff für die Mischung zweier nicht löslicher Substanzen (hier Silber und Wasser) unterschiedlicher Aggregatzustände (hier fest und flüssig).

Durch die positive elektrische Ladung stoßen sie sich gegenseitig ab, halten sich in der Schwebe und verteilen sich so gleichmäßig im Wasser. Mit einem Silbergenerator hergestelltes Silberkolloid besteht nur aus wenigen Atomen. Der Durchmesser beträgt nur ein bis fünf Nanometer und ist somit um ein vielfaches kleiner als ein rotes Blutkörperchen oder einer Bakterie. Diese kleinen Silberpartikel können im Körper schnell überall hingelangen.

Wie wirkt Silberkolloid?

Silberkolloid wirkt wie ein Breitband-Antibiotikum und tötet Bakterien, Viren und Pilze innerhalb kürzester Zeit ab. Einzellige Krankheitserreger benötigen für ihre Sauerstoffgewinnung bestimmte Enzyme. Diese werden durch Silberkolloid zerstört, so dass die Krankheitserreger innerhalb kurzer Zeit ersticken.

So wirkt Silberkolloid auch gegen Bakterienstämme, die gegen Antibiotika resistent geworden sind. Aber es gibt noch andere Wirkweisen des Silberkolloids und es werden immer neue erforscht. Näheres dazu kann man in den anhängenden Literaturhinweisen nachlesen. Intakte Hautzellen und gesundheitsfördernde Bakterien werden erfahrungsgemäß durch Silberkolloid nicht geschädigt.

Wogegen wirkt Silberkolloid?

Erkrankungen, bei denen positive Erfahrungen mit Silberkolloid gemacht wurden, sind z.B. Beschwerden der Atemwege, der Augen, der Haut, des Nervensystems und des Bewegungsapparates. Schulmedizinische Medikamente können immer nur einen Teil der Erreger abtöten und es können sich leicht Resistenzen bilden. Hier bietet die Behandlung mit Silberkolloid einen ganz entscheidenden Vorteil. Silberkolloid kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

In den nachfolgenden Tabellen findet sich ein kleiner Überblick über Krankheiten, die mit Silberkolloid erfolgreich behandelt wurden. Aufgrund der intensiven Forschungen, die mit dem Silberkolloid seit einigen Jahren betrieben werden, wird man diesen Überblick aber immer wieder aktualisieren müssen.

Erkrankung der Atemwege
Erkrankung Ursache/Erreger
Grippe Haemophilus influenzae, Myxovirus infuenzae
Keuchhusten Bordetella pertussis
Legionärskrankheit Legionella pneumophila
Lungenentzündung verschiedene Ursachen
Mandelentzündung teilweise Viren, meistens Streptokokken
Nasenkartarrh Bakterien
Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung)   oft Rhinoviren
Rippenfellentzündung verschiedene Ursachen
Tuberkulose Mycobakterium tuberculosis

Erkrankungen des Auges
Erkrankung Ursache/Erreger
Augenentzündung verschiedene Ursachen
Augenlidentzündung z.B. Bakterien, Parasiten usw.
Bindehautentzündung verschiedene Ursachen
Hornhautentzündung Viren u.a.
Hornhautgeschwür meist Pneumokokken- o. Pilzinfektion
Tränensackentzündung verschiedene Ursachen

Erkrankung der Haut
Erkrankung Ursache/Erreger
Akne verschiedene Ursachen
Dermatitis verschiedene Ursachen
Furunkel Staphlylokokken, u.a.
Hautkrebs verschiedene Ursachen
Hautpilz verschiedene Hautpilze
Hauttuberkulose verschiedene Ursachen
Herpes simplex Herpes-Virus
Herpes zoster (Gürtelrose) Varicella-Zoster-Virus
Eitrige Hautinfektionen (Impetigo) z.B. Staphylo- o.Streptokokken
Kopfhautpusteln eitrige Entzündung
Schuppenflechte (Psoriasis) Erbfaktoren
Rosazea verschiedene Ursachen
Seborrhöe Erbfaktoren
Sonnenbrand zuviel Sonne
Nesselsucht (Urtikaria) Allergene
Verbrennungen verschiedene Ursachen
Warzen Papilloma-Viren

Erkrankung des Nervensystems
Erkrankung Ursache/Erreger
Hirnhautentzündung verschiedene Ursachen
Neurasthenie (Erschöpfungszustand) Überarbeitung und andere äußere Einflüsse

Erkrankungen des Bewegungsapparates
Erkrankung Ursache/Erreger
Arthritis (Gelenkentzündung) verschiedene Ursachen
Rheuma verschiedene Ursachen

Weitere Erkrankungen die auf eine Behandlung mit Silberkolloid ansprechen

Durchfall, Gastritis, Hämorriden, Blasenentzündung, Prostatabeschwerden, Blutvergiftungen, Furunkel, Geschwüre, Parodontitis, Scharlach, Wunden.

Anwendungsformen

Als Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten und Grippe kann Silberkolloid in der kalten Jahreszeit als Nahrungsergänzung einmal täglich (5ml) eingenommen werden. Dadurch wird die Abwehrkraft gestärkt. Man hat herausgefunden, dass Körperzellen mit geringem Silbergehalt widerstandsfähiger sind als silberfreie Zellen. Therapeutisch kann es mehrmals täglich eingenommen werden. Über die genaue Dosierung sollte man Rücksprache mit seinem Heilpraktiker halten.

Silberkolloid kann sowohl verdünnt mit etwas Wasser als auch unverdünnt eingenommen werden. Es empfiehlt sich, die Flüssigkeit nicht gleich herunterzuschlucken, sondern einen Augenblick unter der Zunge zu behalten, so dass ein Teil des Silberkolloids schon über die Mundschleimhaut wirken kann.

Sollen allerdings Bakterien im Darm abgetötet werden, so empfiehlt es sich, die Flüssigkeit gleich zu schlucken und viel Wasser hinterher zu trinken. Um die natürliche Darmflora wieder zu aufzubauen, sollte man zur Regeneration z.B. Jogurt essen oder Produkte zu sich nehmen, die z.B. Milchsäurebakterien enthalten (Sauerkraut, Brottrunk usw.)

Äußerlich kann man die betroffenen Stellen mit Silberkolloid einreiben oder getränkte Verbände auflegen.

Bei Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes wird mit Silberkolloid gespült oder gegurgelt.

Bei Erkrankungen des Auges kann Silberkolloid unverdünnt als Augentropfen verwendet werden.

Nebenwirkungen und Qualitätskriterien

Wird Silberkolloid sorgfältig und nach Anleitung eingenommen, sind Nebenwirkungen kaum zu befürchten und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bisher nicht bekannt.

Trotzdem muss man auf die Gefahr einer Argyrie (Graufärbung der Haut) hinweisen. Diese Graufärbung lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Häufig ist hierfür Silbernitrat die Ursache oder evtl. 'Verunreinigungen', wenn das Silber beim Abscheideprozess mit anderen Inhaltsstoffen des Wassers, was bei verunreinigtem Wasser passieren kann, eine Verbindung eingegangen ist, anstatt sich als Kolloid abzuscheiden. Daher sollte man darauf achten, destilliertes Wasser bei der Herstellung von Silberkolloid zu verwenden.

Um eine Argyrie zu verursachen, müsste man allerdings über einen langen Zeitraum sehr große Mengen Silber zu sich nehmen. Diese Argyrie ist auch mit ein Grund für den teilweise schlechten Ruf des Silberkolloids. Noch vor Jahrzehnten ging man sehr unkritisch damit um und verwendete oft auch Silbersalze und Silberproteine.

Auch etliche Produkte, die man heute beziehen kann, sind verunreinigt und somit gesundheitsschädlich oder sie enthalten nur geringe Mengen kolloidalen Silbers und sind somit wirkungslos. Aus diesem Grund sollte man unbedingt darauf achten, dass man einen seriösen Hersteller findet, der auch bereit ist, über seine Herstellungsmethode Auskunft zu geben.

Die Silbergeneratoren sollten genormt sein, nur so ist sichergestellt, dass die Konzentration des Silberkolloids immer gleich ist. Abstand nehmen sollte man aber auf jeden Fall vor selbstgebauten Geräten. Wird Silberkolloid korrekt mit einem Silbergenerator hergestellt, so sind die entstandenen Silberpartikel besonders klein und können so leicht dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden.

Kollodiales Silber verwendet man am besten ganz frisch. Es ist aber etwa drei Monate haltbar. Die Aufbewahrung sollte in dunklen Glasflaschen und an einem kühlen Ort - aber nicht im Kühlschrank - erfolgen. Dort fängt es u.U. an, auszuflocken. Steht es in der prallen Sonne, oxidiert es innerhalb kurzer Zeit und ist wirkungslos.

Diskussionen gibt es immer wieder über die Farbe. Qualitativ hochwertiges Silberkolloid ist farblos, obwohl es da unterschiedliche Auffassungen gibt. Einige Hersteller sagen, dass eine gelbe Farbe ein Indikator für die Konzentration sei. Das scheint aber nicht zutreffend. Die Färbung sagt eher etwas über die Partikelgröße aus oder zeugt von Verunreinigungen. Erfahrene Fachleute tolerieren aber eine leichte Gelbfärbung. Der pH-Wert von kollodialem Silber sollte möglichst bei 7 liegen, also neutral sein.

Verwendung im Haushalt, bei Tieren und bei Pflanzen

· Ins Gießwasser einige Tropfen Silberkolloid, damit die Pflanzen nicht faulen.
· Ein paar Tropfen in die Blumenvase, damit die Blumen länger frisch bleiben.
· Bei Schädlingsbefall kann man die Pflanzen mit verdünntem Silberkolloid einsprühen.
· Zur Desinfektion von z.B. Zahnbürsten.
· Zur Körperpflege z.B. als Deoersatz und nach dem Ausreinigen der Haut.
· Zur Desinfektion von Küche und Bad einige Tropfen ins Putzwasser.
· Zur Geruchsbeseitigung in einen Zerstäuber füllen und in Schuhe, Teppiche, Möbel und Räume sprühen.
· Zur Haltbarmachung und Entkeimung von Trinkwasser.
· Bei Tieren ist es bei ähnlichen Problemen wie beim Menschen einsetzbar.

Auch für diesen Bereich werden sich ganz sicher noch viele Einsatzmöglichkeiten finden.

Über Ihre eigenen Erfahrungsberichte mit Silberkolloid würden wir uns sehr freuen.

Literatur (siehe auch unter Silke Kalley's Literatur-Tipps)

'Immun mit kolloidalem Silber - Wirkung, Anwendung, Erfahrungen' von Josef Pies, VAK-Verlag, ISBN 3-935767-53-6

'Kollodiales Silber als Medizin' Kühni / von Holst, AT-Verlag, ISBN 3-03800-246-1

Autorin dieses Artikels
Ute Steinke
Tel. 04532-97 60 86
E-mail: u-steinkefoni.net


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