Gesundheits-Info August 2005

Kurkuma

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Kurkuma Pflanze: Curcuma longa L. (= Curcuma domestica)

Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Kurkuma, auch Gelbwurzel genannt, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, deren spiralig angeordneten Blätter bis zu 1,2m hoch wachsen. Die gelben Blüten wachsen auf einem 15 bis 20cm langen, von den Blattstielen umschlossenen Stengel und sind zapfenartig angeordnet. Verwendet wird nach dem Welken der Blätter der Wurzelstock, das Rhizom. Vor der Trocknung werden die Wurzelstöcke mit heißem Wasser überbrüht, um ein Austreiben zu verhindern. Dadurch verkleistert die Stärke und der austretende Farbstoff färbt das ganze Gewebe orangegelb.

Herkunft

Die Gelbwurzel wird in Afrika und Asien angebaut.
Importiert wird die Droge aus China, Indien und Indonesien.

Inhaltsstoffe

Die Kurkumawurzel enthält Bitterstoffe, ätherisches Öl, Curcumin, das auch für die gelbe Farbe verantwortlich ist, und immunologisch aktive Polysaccharide. Das ätherische Öl sorgt für eine vermehrte Gallensaftproduktion und das Curcumin fördert die Entleerung der Gallenblase

Heilwirkungen und Anwendung

Kurkuma wirkt anregend auf den Gallefluss, es wirkt blutfett-senkend, antioxidativ, entzündungshemmend, leberschützend und hemmend auf das Wachstum von Bakterien. Kurkuma wird auch eine gewisse Wirkung gegen Krebs nachgesagt.

Klinisch belegt ist allerdings nur die Wirkung auf die Galle, so dass Kurkuma nur bei Verdauungsbeschwerden, die auf eine ungenügende Gallenproduktion zurückzuführen ist, wie Blähungen und Völlegefühl, empfohlen wird.

Ansonsten wird Kurkuma wird vor allem als Gewürz verwendet, ist Bestandteil der Gewürzmischung Curry und verleiht dem Curry die gelbe Färbung.

Bei Verdauungsbeschwerden lohnt es sich, Kurkuma auch als Einzelgewürz in der Küche zu verwenden, wie z.B. für Soßen, Meeresfrüchte oder indische Gerichte.

Kurkuma findet ebenfalls Verwendung als insektenabwehrendes Mittel (z.B. zeigen Beimengungen von 1 bis 2% zu Getreide eine Schutzwirkung gegenüber Schädlingen).

Teemischung gegen Leber-/Galleleiden/Verdauungsstörungen

20,0 g Eibisch
60,0 g Löwenzahn
20,0 g Gelbwurzel

Kurkumapulver

0,5 bis 1 g mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten.
Maximale Tagesdosis: 1,5 bis 3 g

Zubereitungen

Die Kurkumawurzel ist Bestandteil einiger Fertigarzneimittel aus der Gruppe der Leber- und Gallemittel.

Homöopathie

In der Homöopathie wird Curcuma in den Potenzen D1 bis D3 zur Förderung der Gallesekretion verwendet. Dosierung: 3 bis 5mal täglich 5 Tropfen.

Hinweise und Nebenwirkungen

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.
Die Verwendung von Kurkuma in Mengen, die zum Würzen üblich sind, sind allerdings unbedenklich.

Kurkuma sollte bei Verschluss der Gallenwege nicht eingesetzt werden! Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Bei Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich!

Eine Anwendung mit Kurkuma über einen längeren Zeitraum kann zu Magenbeschwerden führen.


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