Gesundheits-Info August 2004

Rosmarin

Pflanze: Rosmarinus officinalis L.
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

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Rosmarin
Die im Mittelmeergebiet heimische Pflanze ist ein 50 bis 150 cm hoher, immergrüner Halbstrauch mit nadelförmigen Blättern und duftet aromatisch. Besonders die italienische und französische Küche schätzt den Rosmarin als Gewürz.

Herkunft
Rosmarin ist im Mittelmeergebiet beheimatet und wird dort auch in vielen Ländern angebaut.

Die Droge wird aus Marokko, Tunesien, Spanien und Südosteuropa importiert.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Pflanzensäuren und Saponin.

Anwendung
Rosmarinblätter enthalten viel ätherisches Öl, das reich an Kampfer ist. Innerlich eingenommen fördert es den Appetit und wirkt gegen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Äußerlich in Form von Bädern oder Salben angewandt wird es zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt. Bäder mit Rosmarin haben eine kreislaufanregende Wirkung.

Rosmarin wirkt tonisierend auf den Kreislauf und ausgleichend auf das Nervensystem. Bei Oberbauchkoliken, bei Rheuma und Gicht, allen chronischen Schwächezuständen, vor allem auch bei niedrigem Blutdruck, ist Rosmarin wirksam.

Rosmarin dient auch zur Aromatisierung von Seifen, Parfüms, Schnupftabak und alkoholischen Getränken.

Tee
Ein knapper Teelöffel (ca. 1,5 g) fein geschnittene Rosmarinblätter werden mit ca. 150ml heißem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht. 3 bis 4 mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken.

Bäder
50g Droge werden mit 1l Wasser kurz aufgekocht, 15 bis 30 Minuten bedeckt stehen gelassen und abgeseiht. Diese Menge wird einem Vollbad zugegeben.

Wein
20g Rosmarinblätter werden einem Liter Wein zugesetzt und unter gelegentlichem Schütteln 5 Tage stehengelassen.

Zubereitungen Rosmarin ist in Fertigarzneimitteln aus der Gruppe der Magen- und Darmmittel enthalten. Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung wie Bäder, Salben oder Einreibungen enthalten meist Rosmarinöl.

Nebenwirkungen
Während der Schwangerschaft sollten keine Zubereitungen aus Rosmarinblättern wegen möglicher toxischer Wirkung des ätherischen Öls verwendet werden!

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Jedoch sollte man am Abend kein Rosmarin-Bad mehr nehmen, um den Schlaf nicht zu beeinträchtigen.

Verwendung als Gewürz
Rosmarin muss sehr vorsichtig dosiert werden, da es sehr intensiv ist. Es passt zu allen Gemüsesuppen, Gemüse- und Fleischeintöpfen, zu Braten, Geflügel und besonders zu Pilzen. Auch zu Käse passt dieses Gewürz gut.

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