Gesundheits-Info Juni 2003

Akne

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Die Akne tritt vorwiegend in der Pubertät auf, aber auch im Erwachsenenalter. Die Erkrankung ist multifaktoriell bedingt, wobei neben genetischen und hormonellen Einflüssen auch Bakterien (v. a. Propionibacterium acnes) eine Rolle spielen.

Die gewöhnliche Akne, die als normale Begleiterscheinung der Pubertät auftreten kann und spätestens bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr wieder verschwunden ist, besteht aus einer Entzündung der Haarbalgdrüsen (Follikel), hauptsächlich im Gesicht. Durch eine vermehrte Talg- und Fettabsonderung verstopfen die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, die Haut erscheint fettig, die Drüsen entzünden sich und werden zu eitrigen Pusteln.

Die Akne ist ein Reinigungsprozeß, der normalerweise in der Pubertät stattfindet, wo die Stoffwechselorgane und Sexualorgane entwickelt werden. Diese Soffwechselumstellung bzw. Hormonumstellung kann dazu führen, daß zuviel Talg in der Haut gebildet wird und Bakterien diesen Talg in aggressive Fettsäuren umwandelt, die ursächlich für die Entzündungen sind.

Andererseits können auch Abgrenzungs- bzw. Selbstfindungsprobleme dahinterstecken. In der Pubertät findet ein körperlicher und seelischer Umbruch statt. Gewisse Akneerscheinungen können mit seelischer Überforderung zu tun haben und damit unbewußt auf die Umgebung abschreckend wirken (Form der Abgrenzung und Konfliktaustragung, Beziehung zum Umfeld + anderen Menschen betrachten).

Seelische Disharmonien drücken sich auch im Stoffwechsel und in der Hormonproduktion aus. So wurde festgestellt, daß Ärger und Streß zu einer vermehrten Fettbildung der Haut und Kopfhaut führen, Depression und Schuldgefühle seelisch zusammenziehen und auch auf die Hautdrüsen verengend wirken. Dies fördert die Entstehung von Pickeln.

So wird die Haut oft als 'Spiegel der Seele' bezeichnet. Wir können über die Haut einen großen Teil des seelischen Befindens wahrnehmen. Die Haut ist ein Ich-Organ, eine Grenze zwischen innen und außen. Es ist daher nicht nur Eindrucksorgan, sondern auch Ausdrucksorgan (Erröten, Erblassen, Gänsehaut, sexuelle Empfindungen).

Die schwere Akne, die auch noch im Erwachsenenalter auftreten kann, ist ein multifaktorielles Geschehen. Eine Therapie mit psychologischer Unterstützung sowie das Bewußtmachen und der Abbau von überfordernden, belastenden Situationen, kann sinnvoll sein. Ein Schwerpunkt muß jedoch auf die Ernährung gelegt werden:

Eine Ernährungsumstellung auf Vollwertkost ist wichtig. Da eine grundlegende Störung im Stoffwechsel vorliegt, sollte eine eiweißarme, naturbelassene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Getreide bevorzugt werden. Die verwendeten Fette und Öle sollten kaltgepreßt und hochwertig sein. Dazu sollte viel klares Wasser getrunken werden, um die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken im allgemeinen und über die Haut zu fördern. Fat Food und Fast Food, denaturierte Nahrung wie Weißmehlprodukte usw., scharfe Gewürze, Chips, und Süßigkeiten sollten gemieden werden. Besonders fette und süße Nahrungsmittel und auch Fast-Food fördern die Entstehung von Mitessern und Pusteln. Und gerade der isolierte Industriezucker trägt noch zur Entzündungen der Haut bei.

Basische Nahrungsmittel, Obst und Gemüse sind zu bevorzugen. Dadurch wird die Talgproduktion vermindert und der Hautstoffwechsel günstig beeinflußt.

Außerdem sollte auf viel Bewegung an frischer Luft und Sonne geachtet werden. Dies bringt den Stoffwechsel in Schwung und sorgt allgemein für Wohlbefinden. Ein Mangel an Licht und Luft wirkt sich auch auf die Haut aus. So wird die Haut im Sommer meist besser, da mehr Zeit im Freien, an der Luft und im Licht verbracht wird.

Ein anderer Faktor ist ein hormonelles Ungleichgewicht bzw. hormonelle Umstellungen wie z.B. vor der Menstruation. Die Haut bzw. die Beschwerden verschlechtern sich in dieser Zeit meist deutlich.

Erfahrungsgemäß lassen sich mit naturheilkundlichen Maßnahmen gute Erfolge erzielen.

Bei dem Krankheitsbild "Akne" lassen sich sehr gut homöopathische Mittel und auch biochemische Mittel nach Dr. Schüssler einsetzen, da sie auf den Gesamtorganismus des Menschen wirken, auf Körper, Geist und Seele. Um die für sich richtigen Mittel zu finden, sollte die Hilfe von Heilpraktikern bzw. Homöopathen in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig sollte die Ernährung umgestellt werden. Es dauert jedoch eine Zeit, bis sich die Umstellung der Ernährung und auch durch die homöopathischen Mittel sichtbar bemerkbar macht.

Auch Lymphmittel haben sich bewährt.

Zink ist ebenfalls gut einsetzbar. Es unterstützt den Heilungsprozeß bei entzündlichen Hauterkrankungen.

Außerdem können Kieselsäurepräparate gegeben werden. Kieselsäure fördert den Aufbau einer gesunden Haut. In der Ernährung kann Hirse eingesetzt werden. Hirse enthält viel Kieselsäure.

Wie bei allen Hauterkrankungen wirkt sich auch der Aufbau einer gesunden Darmflora positiv auf die Beschwerden aus. Dazu gibt es ebenfalls verschiedene Präparate, die einsetzbar sind, wie z.B. Symbiolact, Symbioflor oder Mutaflor.

Pflanzen mit adstringierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften können für äußerliche Anwendungen genommen werden. Dazu gehören:

· Walnuß (Juglans regia)
· Stiefmütterchen (Viola tricolor)

aus beiden Pflanzen kann zur innerlichen Einnahme auch ein Tee bereitet werden.

Bei akuten Beschwerden können Umschläge mit Stiefmütterchentee, Walnußblättersud, Eichenrinde oder Heilerde z. B. Luvos gemacht werden.

Gut einsetzbar sind auch Tees, die auf den Stoffwechsel, insbesondere auf den Hautstoffwechsel wirken wie z.B. der Haut- und Blutreinigungstee N von der Firma Infirmarius, gegen Akne und Hautunreinheiten. Er ist in Apotheken erhältlich und ebenfalls äußerlich und innerlich anwendbar.

Mögliche Maßnahmen, um mehr Bewußtsein für die inneren Konflikte und Bedürfnisse sowie der eigenen Abgrenzung zu bekommen, sind:

· eine Entspannungsmethode erlernen
· Tai Chi, Yoga oder Qi Gong machen.

Diese Methoden sind gut geeignet, um sich selbst wahrzunehmen und sich abzugrenzen.

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